Veranstaltungs-Beschreibung
Führen ist nach unserer Auffassung unter anderem das kommunikative Zusammenspiel von Distanz und Nähe, Respekt und Vertrauen. Führen soll das freiwillige Folgen auslösen. In der ausgeprägtesten Form heißt Führen bei uns: Das selbstständige, mutige, risikobereite Vorangehen in die Zielrichtung bewirken.
Probleme in Teams oder Projektgruppen, Abteilungen oder im ganzen Unterne
hmen entstehen oftmals dadurch, dass Führungsfunktionen nicht angemessen ausgefüllt werden. Die Führungskräfte zeichnen sich zwar durch hervorragende fachliche Kompetenz aus, besitzen aber - vor allem am Anfang ihrer Laufbahn - nur wenig wirkliche Führungserfahrung. Das kann im einen Extrem in einer unbewussten Überdominanz, im anderen Extrem in einer ungewollten Nachgiebigkeit zum Ausdruck kommen.
Ergebnisse sind dann häufig unklare Verantwortungsbereiche, sich widersprechende Anweisungen, schlechte Abstimmungen und zu späte Entscheidungen. Ein Vakuum in der Führung löst in aller Regel bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Unsicherheit aus. Als autoritär empfundene Führung hat Widerstand oder (innere) Kündigung zur Folge.
Über Führungstheorien, Führungsstile und Führungskompetenzen können Sie viel lesen. Doch erfolgreiches Führen lernt man nur durch Führen, nicht aus Büchern.
Auf diesem Seminar machen wir ohne viel Theorie für Sie erlebbar, wie Führung ursächlich funktioniert.
Unsere Trainer sind Friesenpferde. Mit ihrer Hilfe erleben Sie die Bedeutung von
klarer Kommunikation,
Ziel- und Ergebnisorientierung,
Motivation und Vorbild,
Bewusstheit der eigenen Fähigkeiten,
Respekt und Vertrauen.
Wenn wir in den Seminarübungen ein Pferd führen, heißt das nicht etwa, das Tier von einem Ort zum anderen zu bringen. Wir erleben Führung durch mentale Motivation und durch den Ausdruck der gesamten Persönlichkeit. Durch die Übungen mit den Pferden erkennen wir intuitiv sowohl grundsätzliche als auch situationsbezogene Führungsstärken und Führungsschwächen.
Bildhafte Erkenntnis
Das Seminar ist ein beeindruckendes Erlebnis, schrieb B. Schwertfeger bereits 1999 in Wirtschaft & Weiterbildung. Das Medium Pferd setzt präzise und unmittelbar Erkenntnisse und Selbsterkenntnisse über Führungseigenschaften frei. Blitzartig werden den Teilnehmern Fähigkeiten und Defizite bewusst, die - anders als bei Seminar-Rollenspielen - in Form von bildhaften Erkenntnissen und Erfahrungen verarbeitet und gespeichert werden und nachhaltig abrufbar bleiben.
Worin liegt das Besondere dieses Seminarkonzepts?
Es ist in Wahrheit nichts Neues, denn in den zurückliegenden Jahrhunderten wurden alle Führungskräfte an Pferden ausgebildet. Der direkte Umgang mit dem Pferd erfordert Mut, Selbstbeherrschung, Eigeninitiative und Kreativität. Die herkömmlichen Mittel und Methoden der verbalen Kommunikation helfen nicht weiter - Name, Titel oder Stellung in Gesellschaft oder Unternehmen erst recht nicht.
Heute kennt man Pferde jedoch vor allem aus Sport oder Freizeit. Das Kultur- und Entwicklungspotenzial, das im Pferd als eines der ältesten Lebewesen der Erde steckt, wird bisher kaum wahrgenommen. Das Pferd hat eine genetische Fixierung von mehr als 50 Millionen Jahren hinter sich. Es hat sich, verglichen mit anderen Lebewesen, nur wenig verändert.
Seitdem der Mensch vor vielleicht zehntausend Jahren das Pferd zum ersten Mal gesehen hat, spielt es als Realität und als Mythos für ihn eine besondere Rolle. Er hat es über Jahrtausende für seine Lebenszwecke gebraucht und nicht selten auch missbraucht.
Das Pferd verkörpert Stolz, Kraft, Schönheit, Freiheit, Mut und Energie genauso wie Sensibilität, Vorsicht und die ständige Bereitschaft zur Flucht. Es ist bereit, dem Menschen zu dienen und es tut dies sowohl aus der Position des Bevormundeten oder gar gewaltsam Unterdrückten und Geknechteten wie aus der Haltung vollständiger Freiwilligkeit. Die eine wie die andere Haltung wird dabei im Ergebnis der Kooperation deutlich sichtbar.