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Verantwortungsscheue Führungskräfte lassen schlanke Produktion scheitern

Studie enthüllt die größten Fehler auf dem Weg zu Lean

Verantwortungsscheue Führungskräfte lassen schlanke Produktion scheitern

Welches sind die größten Fehler, die ein Unternehmen auf dem Weg zu Lean machen kann? Von wem geht im Allgemeinen die Entscheidung aus, den Weg zur schlanken Produktion einzuschlagen und was sind die Auslöser hierfür? Beantwortung finden diese Fragen in der „Road Map zur schlanken Fabrik“. Basierend auf den Ergebnissen einer empirischen Studie fasst die Roadmap die Erfolgsfaktoren einer schlanken Produktion zu einem aktuellen Leitfaden zusammen. Grundlage sind die Erkenntnisse von 15 Unternehmen aus verschiedenen produzierenden Branchen (darunter aus der Automobilzuliefer- und der Elektronikindustrie), die innerhalb von 18 Monaten befragt wurden. Initiiert und durchgeführt wurde die Studie von Prof. Dr. Andreas Syska, Professor für Produktionsmanagement an der Hochschule Niederrhein. Im Vorfeld der Production Systems 2010, auf der die Studienergebnisse erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden, gibt Prof. Syska einen ersten Einblick und fasst die größten Fehler auf dem Weg zu Lean zusammen:

„Eine sichere Art, das Vorhaben scheitern zu lassen ist es, den Lean Manager und nicht die Führungskraft in der Produktion für die Einführung verantwortlich zu machen. Der Lean Manager kann und darf seine Rolle als Methodenvermittler und Katalysator nicht verlassen. Natürlich sollte er die fachliche und methodische Kompetenz besitzen und sich mit den Instrumenten der schlanken Produktion gut auskennen. Keinesfalls darf er aber stellvertretend für die Mitarbeiter der Produktion Konzepte und Lösungen entwickeln und über ihre Köpfe hinweg einführen. Die Verantwortung für den Erfolg haben ausschließlich die Führungskräfte in der Produktion.
Falsch ist auch zu glauben, dass die Qualität des schlanken Produktionssystems von der Anzahl gebuchter Trainingstage abhängt. Die Anwendung von Lean Tools lernt man durch ausprobieren, durch den Dialog mit anderen und durch Erfahrungsaustausch. Dies ist weder delegierbar, noch als externe Dienstleistung einkaufbar. Vielmehr brauchen die Mitarbeiter genügend Freiraum, um ihre Lernerfahrung selbst zu machen – und zwar direkt an ihrem Arbeitsplatz. Je größer der Bezug der Trainingsinhalte zur eigenen Arbeit, je kürzer der Abstand zwischen Training und praktischer Anwendung – ich spreche hier nicht von Wochen oder Tagen, sondern von Stunden – desto größer der Trainingserfolg.“

Weitere Ergebnisse der Studie präsentiert die Production Systems am 19. Mai um 15:00 Uhr im Fachforum Methoden & Tools.

Über die Production Systems
Die Production Systems ist seit 1998 Treffpunkt für Entscheider in der Produktion und hat sich als jährlicher Treffpunkt eines gesamten Industriesektors mit regelmäßig neuen Impulsen aus Lean Production und Management fest etabliert. Begleitet wird der zweitägige Kongress von einer Fachausstellung, die neben den Produkten und Dienstleistungen der ausstellenden Unternehmen ein Demoforum zum direkten Vergleich der Lösungen präsentiert.

Zu den Keynote-Speakern im Kongress zählen 2010 Mike Rother (Toyota-Forscher, Dozent und Autor), Bill Costantino (ehemaliger Gruppenleiter, Toyota Motor Manufacturing), Martin Fachinger (IKEA Deutschland GmbH & Co. KG), Werner Müller (Robert Bosch GmbH), Dr. Erhard Nordhoff (Bayer Schering Pharma AG) und Dr. Jürgen Unser (Volkswagen AG).

Die Teilnahmegebühr beträgt 1.895,- Euro zzgl. MwSt. Tagungsort ist das Haus der Wirtschaft in Stuttgart. Weitere Informationen erhalten Interessierte unter Telefon 0 61 96/ 47 22-800, www.productionsystems.de oder info@managementcircle.de.

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