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Regierung erhöht den Druck auf Anlageberater

Die Bundesregierung verschärft den Anlegerschutz beim Verkauf von Fonds, Lebensversicherungen oder anderen Kapitalanlagen. So sollen die Anlageberater der Banken künftig bei der Finanzaufsichtsbehörde BaFin registriert werden.

Damit müssen sich die Bankberater auf schärfere Kontrollen einstellen. „Die Aufsicht erhält verstärkte Eingriffsbefugnisse. Zum Beispiel soll sie auch Berater von der Anlageberatung ausschließen dürfen, wenn entsprechende Hinweise auf Fehlverhalten vorliegen“, kündigte Erich Paetz an, der im Ministerium für Verbraucherschutz für Finanzdienstleistungen zuständig ist. Die Regierung will mit dem geplanten Anlegerschutzgesetz Verbraucher davor bewahren, viel Geld in ungeeignete oder riskante Finanzprodukte zu stecken.

Bankberater müssen bereits seit Jahresanfang ihre Beratung in Protokollen dokumentieren. Die Bundesregierung will nun dafür sorgen, dass unqualifizierte Vermittler ausgesiebt werden. Durch die Registrierung bei der BaFin wird es künftig einfacher sein, bei Beschwerden Hinweise auf schwarze Schafe zu finden und entsprechend zu reagieren, so die Überlegung. Erich Paetz rechnet damit, dass der Entwurf des Anlegerschutzgesetzes noch im Herbst steht. Die Hauptstreitfrage dreht sich noch um die Regulierung des sogenannten Grauen Marktes. Hier geht es darum, wer die Vermittler von geschlossenen Fonds beaufsichtigt. Das Bundesfinanzministerium will sie der als strenger geltenden Kontrolle der BaFin unterwerfen, das Wirtschaftsministerium dringt darauf, dass wie bei Versicherungsvermittlern die Gewerbeaufsicht zuständig ist. Verbraucherschützer pochen auf einheitliche strikte Regeln für Vermittler, weil Kunden durch Falschberatung jährlich Milliarden verlieren.

Während die Regierung auch mit neuen Verordnungen droht, möchte die Branche gesetzliche Auflagen möglichst vermeiden. So feilen die Finanzinstitute derzeit daran, wie sie die Produkte transparenter und verständlicher machen können. Das reicht vom Kleingedruckten bis hin zu einer einheitlichen Kennzahl, mit der die Kunden die Renditen von Lebensversicherungen oder Fonds vergleichen können.

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Ansprüche von Anlegern aus Falschberatung findet am 26. Oktober 2010 in Frankfurt statt.

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Die FORUM · Institut für Management GmbH gehört zur Stuttgarter Klett Gruppe. Mit ihren 60 Unternehmen an 42 Standorten in 18 Ländern ist die Klett Gruppe das größte Bildungsunternehmen in Deutschland. Das Angebot der Klett Gruppe reicht vom klassischen Schulbuch bis zu modernsten interaktiven Lernhilfen, von Fachliteratur bis zur schönen Literatur. Darüber hinaus ist die Klett Gruppe der führende private Anbieter von Bildungs- und Weiterbildungsdienstleistungen. Die rund 2.900 Mitarbeiter in den Unternehmen der Klett Gruppe erwirtschafteten im Jahr 2008 einen Umsatz von rund 439 Millionen Euro.

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