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Internationales ZinsFORUM 2010: Zinsen 2011

Die Finanzmarktkrise, die im Jahr 2007 vom amerikanischen Immobilienmarkt ausging und die gesamte Weltwirtschaft in eine Rezession stürzte, hat die öffentlichen Haushalte in fast allen Staaten der Welt massiv belastet.

Zu den Ausfällen von Steuereinnahmen und höheren Kosten für Sozialleistungen kamen erhebliche Belastungen durch Rettungsmaßnahmen für den Finanzsektor und Konjunkturpakete. In der Folge traten im Euroraum Ungleichgewichte und strukturelle Defizite zu Tage, die sich seit der Einführung der Gemeinschaftswährung aufgebaut hatten, deren bedrohliche Dimension aber erst in der Krise erkennbar wurde. Anfang 2010 geriet zunächst Griechenland an den Rand des Staatsbankrotts. Angesichts des hohen Haushaltsdefizits und der schwachen Wirtschaftsleistung verweigerte der Kapitalmarkt dem Land neue Kredite und die Refinanzierung auslaufender Verbindlichkeiten. Um den Bankrott zu vermeiden, stützten die anderen Euroländer Griechenland Anfang Mai 2010 mit einem Rettungspaket in Höhe von 120 Mrd. Euro.

Nachdem auch andere Staaten wie Spanien, Portugal und Irland immer höhere Zinsen für die Finanzierung ihres Staatsdefizits bezahlen mussten, folgte nur eine Woche später der so genannte Rettungsschirm für den Euro in Höhe von 750 Mrd. Euro. Das umstrittene Paket wurde über das Wochenende vom 8. und 9. Mai 2010 von den Euroländern beschlossen, die notwendigen Gesetze in Deutschland innerhalb von zwei Wochen verabschiedet.

Der Euro-Rettungsschirm setzt wesentliche Grundprinzipien der Maastricht-Verträge außer Kraft, insbesondere die No-bail-out-Klausel, das Verbot, gegenseitig für Kredite einzutreten. Diese Veränderung hat gravierende ökonomische Folgen. Die Zinsen für Staatsanleihen der verschiedenen Länder, die in Folge der neuen Risikobewertung auseinanderstreben, sollen dadurch künstlich zusammengebunden werden. Damit wird die Steuerungswirkung des Kapitalmarktes, die Schuldner und Gläubiger zu vorsichtigem Verhalten veranlasst, geschwächt. Für Deutschland birgt das Paket erhebliche Haushaltsrisiken. Außerdem bremst es das Wirtschaftswachstum, weil die Garantien der Europartner weiter Kapital in die Schuldenländer lenken, das damit nicht für Investitionen in Deutschland zur Verfügung steht.

In der Folge der Krise stellen sich nun - wie nie zuvor - zahlreiche Fragen nach der wirtschafts- und finanzpolitischen sowie wirtschaftlichen Weiterentwicklung Europas. Welche strukturellen Reformen der Währungsreform sind notwendig, welche Nachfolgeregelung brauchen die Rettungspakete? Wie kann die Eurokrise überwunden werden? Wie schafft Europa den Spagat zwischen Haushalskonsolidierung und Wirtschaftsstimulierung? Wir werden sich in diesem Umfeld die Zinsen entwickeln, wie die Währungs- oder Kreditrisiken?

Die FORUM · Institut für Management GmbH bietet ein Seminar zu diesem Thema an.
Das Seminar 25. Internationales ZinsFORUM 2010: Zinsen 2011 findet am 02. Dezember 2010 in Frankfurt statt.


Sie haben noch Fragen? Gerne berate ich Sie persönlich zu dem Thema.
Meine Kontaktdaten lauten:
Sina Ragozet
FORUM Institut für Management GmbH
Vangerowstraße 18
69115 Heidelberg
Tel. 06221 500 534
Fax. 06221 500 933
E-Mail: s.ragozet@forum-institut.de


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