Horse Assisted Education - ein Aus- und Weiterbildungskonzept für Führungskräfte auf dem Weg in die europäischen Unternehmen
Die erste Jahreskonferenz der European Association for Horse Assisted Education (EAHAE) vom 8.-9. Oktober in Erbach (Odenwald)
In Europa gibt es rund 70 Anbieter pferdegestützter Führungskräftetrainings, in den USA liegt die Zahl bereits bei mehr als 300. Auch in Australien gibt es die ersten Anbieter. Als Non-Profit-Plattform für Trainer und Unternehmen, die mit Pferden im Managementtraining oder in der Persönlichkeitsentwicklung arbeiten, wurde im August 2004 die European Association for Horse Assisted Education (EAHAE) gegründet ( http://www.EAHAE.org ).
Die G&K HorseDream GmbH ( http://www.horsedream.de ) ist vom 7.-9. Oktober 2005 Gastgeber der ersten EAHAE Jahreskonferenz, die in Erbach im Odenwald stattfindet, eine gute Autostunde von Frankfurt am Main entfernt. 50 Trainer und Seminarveranstalter aus 9 europäischen Ländern sind angemeldet.
10 Präsentationen befassen sich mit den unterschiedlichsten Aspekten des pferdegestützten Managementtrainings und Coachings, Konferenzsprache ist Englisch. Referenten sind David Harris aus England, Bruno Sperl und Dr. Michael Benesch aus Österreich, Rolf Scheidegger und Valentin Frischknecht aus der Schweiz sowie Dr. Janet Nagel, Nastja Raabe, Michaela Schuhmacher, Susanne E. Schwaiger und als Gastgeber und Initiator Gerhard J. Krebs aus Deutschland.
Warum ist diese Seminarform so attraktiv und gleichzeitig so effektiv?
Pferde besitzen Eigenschaften und instinktive Verhaltensweisen, die den Menschen innerhalb kürzester Zeit auf das für ihn Wesentliche bringen können. Das Thema ist 'Reduktion'. Es heißt, viele Bereiche der Gesellschaft und viele Unternehmen seien 'overmanaged but underled'. Für die Führung von Unternehmen und von Mitarbeitern braucht man zwar Management aber mindestens genauso Visionen - und zwar 'realistische' Visionen.
Im Pferd sind Realität und Vision auf einzigartige Weise miteinander verbunden. Wenn der Mensch mit dem Pferd in den Seminaren arbeitet ist seine Konzentration, seine Präsenz, seine Bewusstheit zu hundert Prozent gefordert. Das Pferd ist für ihn in dieser Situation also ein absolut reales Wesen. Auf der anderen Seite verbinden sich seit Jahrtausenden mythologische Inhalte mit dem Pferd - das Pferd selbst ist also auch ein Mythos, ein Traum, eine Vision. Das Pferd macht für den Menschen Grenzen sichtbar und gleichzeitig öffnet es ihm Horizonte.
Bewusste Kommunikation läuft über die Sprache. Unbewusste Kommunikation ereignet sich im körpersprachlichen Bereich. Aber es gibt noch eine weitere, eine Meta-Ebene, eine mentale Ebene der Kommunikation. Die hohe der Kunst der Führung - und überhaupt jeder Zusammenarbeit - würde dann darin bestehen, unter Wahrnehmung und Einbeziehung dieser dritten Ebene zu kommunizieren. Diese Möglichkeit der Kommunikation zunächst erfahrbar zu machen, dann zu erlernen und zu trainieren: unter anderem dafür ist das Pferd in Horse Assisted Seminarkonzepten der Trainer.
Pferde sind offen für alles Neue und bereit zur Mitarbeit, gleichzeitig aber sensibel, vorsichtig und zurückhaltend. Sie erwarten Achtung, Respekt und Anerkennung. Sie reagieren auf Motivation, Lob und Vertrauen. Der Umgang mit dem Pferd fördert Mut, Kraft, Kreativität und Risikobereitschaft aber gleichzeitig Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit, Geduld und Zielstrebigkeit.
Horse Assisted Education ist eine spannende Variante, diese Eigenschaften zu entwickeln und zu verinnerlichen - um sie dann in den alltäglichen Führungs- und Entscheidungssituationen im Sinne eines authentischen, ehrlichen, menschlichen Führungsverhaltens umzusetzen.