BilMoG und Unternehmen in der Krise – neue Instrumente für ein Frühwarnsystem?
Ob eine Überschuldung vorliegt ist unter Umständen schon Jahre vor der letztendlichen Zahlungsunfähigkeit bekannt, ohne dass dies im Außenverhältnis deutlich wird. Können die Änderungen durch das BilMoG zu einer wesentlichen Verbesserung der Bewertung von außen führen?
Die stark vereinfachte Modellprämisse der Entwicklung eines Unternehmens in der Krise von der „strategischen Krise bis hin zu Liquiditätskrise“ ist zukünftig über umfangreiche Anhangangaben erkennbar.
Gerade für die Bonitätsanalyse sind die Angaben zu den außerbilanziellen Sachverhalten als wichtige Informationsquelle anzusehen. Mit den gesetzlich vorgeschriebenen Erläuterungen im offenlegungspflichtigen Jahres- oder Konzernabschluss kann sich der Bilanzleser ohne größere Schwierigkeiten ein verbessertes Bild von der Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens verschaffen. Die sachverhaltsgestaltenden Maßnahmen – wie Sale-and-Lease-Back-Geschäfte, Pensionsgeschäfte, Treuhandgeschäfte und Factoring-Geschäfte -, über die bisher nur im Prüfungsbericht des Abschlussprüfers berichtet worden ist, sind erstmalig im Anhang als außerbilanzielle Geschäfte zu nennen.
Insgesamt stellen die Änderungen einen erkennbaren Schritt in Richtung einer mit den IFRS-Normen vergleichbaren Rechnungslegung dar, die in der Praxis sogar noch einfacher umzusetzen ist. Für den Bilanzleser zeigen sich neue Analysemöglichkeiten und damit eine Verbesserung der bisherigen Frühwarnfunktion des Jahres- oder Konzernabschlusses auf.
Die FORUM · Institut für Management GmbH bietet ein Seminar zu diesem Thema an. Das Seminar Analyse von BilMoG-Bilanzen findet am 28. April 2010 in Frankfurt statt.
Die FORUM · Institut für Management GmbH gehört zur Stuttgarter Klett Gruppe. Mit ihren 60 Unternehmen an 42 Standorten in 18 Ländern ist die Klett Gruppe das größte Bildungsunternehmen in Deutschland. Das Angebot der Klett Gruppe reicht vom klassischen Schulbuch bis zu modernsten interaktiven Lernhilfen, von Fachliteratur bis zur schönen Literatur. Darüber hinaus ist die Klett Gruppe der führende private Anbieter von Bildungs- und Weiterbildungsdienstleistungen. Die rund 2.900 Mitarbeiter in den Unternehmen der Klett Gruppe erwirtschafteten im Jahr 2008 einen Umsatz von rund 439 Millionen Euro.