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Was Macht macht, Der Reiz, das Wesen, die Konsequenzen.

Macht – oft missbraucht, aber auch oft verkannt, reizvoll, gefährlich, tabuisiert und doch herbeigesehnt. Macht ist allgegenwärtig, in der Welt von Unternehmen und Organisationen, im politischen, öffentlichen und privaten Leben.

Was Macht macht, Der Reiz, das Wesen, die Konsequenzen.

Macht macht sexy. Macht macht süchtig. Macht verführt. Machtkampf. Machtrausch. Möge die Macht mit Dir sein.... Unser Sprachgebrauch ist voll von Wendungen und Wörtern, die versuchen, ein Phänomen zu beschreiben, dass unseren Alltag durchdringt.
Fast jeder Mensch ist mit dem Begriff Macht vertraut. Auch wenn die Vorstellungen und Definitionen darüber auseinander gehen, haben wir Menschen eine Art Instinkt, über den wir Machtmomente wahrnehmen. Die Ursache dafür, dass jedem Menschen das Phänomen Macht vertraut ist, liegt in unserer sozio-emotionalen Grundausstattung verborgen, mit der wir geboren werden.

Es gibt einen fundamentalen Unterschied zwischen mächtig/ machtvoll sein und Machtausübung. Ist das Eine lediglich ein Zustand, handelt es sich bei Machtausübung um eine Aktion und zwar gegen die Interessen des beteiligten Gegenüber.
Dabei spiel es keine Rolle, ob die Machtausübung in einer Zweierbeziehung stattfindet, intern in einem Unternehmen, extern zwischen einem Unternehmen und seinen Kunden oder auf einer politischen Bühne.

Sich mit dem Thema Macht auseinanderzusetzen, bedeutet nicht nur die für alle sichtbaren Grabenkämpfe zu betrachten, sondern Machtausübung in ihren subtilsten Bereichen aufzuspüren und zu verstehen. So laut und offensichtlich das Thema Macht sein kann, so leise kann es unbemerkt durch die Hintertür schleichen.

Wann immer Menschen aufeinandertreffen findet soziale Interaktion und soziale Einwirkung statt. In diesem Zusammenhang ist der Gegenspieler von Macht nicht Ohnmacht sondern Einfluss. Eines von beiden geschieht also immer, sobald wir es mit menschlichem Kontakt zu tun haben, wir nehmen Einfluss aufeinander oder wir üben Macht aus.
Diese soziale Einwirkung findet statt auf der Basis bestimmter Einwirkungsgrundlagen. Dazu zählen beispielsweise Belohnung, Bestrafung , Zwang aber auch Information oder Position. Einige der Einwirkungsgrundlagen eignen sich besser zur Macht- andere zur Einflussausübung, wir sprechen deshalb von unterschiedlichen Macht- und Einflussanteilen, die diesen Grundlagen innewohnen.
In Vermittlung einer Vielzahl an Einwirkungstaktiken, werden bei Machtausübung die eigenen Interessen gegen die des Gegenübers durchgesetzt.
Im Gegensatz dazu findet Einflussnahme unter Einbeziehung der Interessen des Gegenübers statt.

Doch nicht nur unsere Persönlichkeit, die Relationen und vorhandenen Machtgrundlagen bestimmen über die Ausübung von Macht. Es gibt begleitende Umstände im Kontext, die zu höherer Machtanwendung führen. So ist zum Beispiel Zeitdruck eine der Randbedingungen, die mit ansteigendem Maß auch zu mehr Machtausübung führt.

Das Entscheidendste jedoch sind die Konsequenzen von Machtausübung für den Machtausübenden selbst und die davon Betroffenen.
Gleich ob ich Macht ausübe in einer Interaktion oder Einflussnahme, beide Verhaltensweisen ziehen verschiedene Konsequenzen nach sich.
So führt Machtausübung für den Ausübenden selbst zum Beispiel zu einem Sympathieverlust, für den Gegenüber liegen die Konsequenzen in einer Zunahme negativer Gedanken und Gefühle und sinkender Arbeitszufriedenheit.
Dort wo viele Menschen im Verbund sind wie in einem Unternehmen, führt Machtausübung sogar zu Konsequenzen auf der Ebene der organisationalen Variablen.
Als ein Beispiel dafür soll Effektivität genannt werden, die in Unternehmen mit starker Machtausübung niedriger ist, als in Unternehmen mit hohen Einflussanteilen.

Weshalb Unternehmen eher zu „Machtfirmen“ oder „Einflussfirmen“ werden, liegt an unternehmerischen und persönlichen Werten, besonders der leitenden Führungskräfte. Sie sind die Steuermänner der Unternehmenskultur und Gangart, die sich offiziell oder inoffiziell in einem Unternehmen ausbreitet. Sie sind diejenigen, die die Marke bauen.
Es gibt keinen Grund, davor zurückzuscheuen, ein mächtiges Unternehmen oder eine machtvolle Marke auszuprägen. Die Entscheidung ist nur, auf welchem Weg man dieses Ziel erreichen will – über einflussnehmende Kooperation oder Machtausübung. Die Konsequenzen beider Wege unterscheiden sich deutlich.

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