Mein Haus, mein Boot, mein Pferd
"Wer mit den meisten Spielsachen stirbt, hat gewonnen".
"Wer mit den meisten Spielsachen stirbt, hat gewonnen". Mit diesem Satz beschreibt ein Autoaufkleber, wie es erfolgreich gelingt, einen tieferen Sinn im Leben zu verfehlen. Mit zunehmendem Alter wächst deshalb der finanzielle Bedarf und am Ende des Einkommens bleibt meist noch viel vom Restmonat.
Gerade genug für sich selbst zu haben, ist genau genommen Egoismus, weil die Möglichkeit fehlt, andere am eigenen Wohlstand teilhaben zu lassen. Viele warten zwar auf die Gelegenheit, sich für andere zu engagieren. Doch es ist der geeignete Moment, der niemals kommt. Denn Großzügigkeit entspringt keinem Zufall. Es ist ein Lebensstil.
Das griechische „Oikonomia“ bedeutet soviel wie „Verwaltung eines Haushaltes“. Was im Beruf nicht wegzudenken ist, wird privat mitunter sträflich vernachlässigt. So kommt es zu finanziellen Engpässen, die den Familienfrieden schwer belasten.
Finanzielle Stabilität will mit guter Technik errungen sein: Lassen Sie uns einen Kreis zeichnen und zwar um alles Geld, das Sie für Ihren persönlichen Bedarf brauchen: Miete, Auto, Lebensmittel, Kleidung etc. Die Frage lautet: Wie viel ist genug? Wer darauf im Moment keine exakte Antwort geben kann, lebt in einem System des offenen Kreises. Jedes Mehr an Geld, das in diesen Kreis kommt, vergrößert automatisch den Kreis und wird verbraucht.
Wer nicht weiß, wie viel genug ist und wie viel er braucht, hat auch mit mehr Geld nichts übrig. Das offene System schluckt jeden Zuwachs. Im Gegensatz dazu entsteht in einem geschlossenen Kreis, wo
Verpflichtungen, Bedürfnisse und Wünsche festgelegt sind, ein Überfluss. Wenn mehr Geld zur Verfügung steht, kann es für besondere Zwecke eingesetzt werden.
Wie viel ist also genug? Um diese Frage zu klären, dient ein persönlicher Haushaltsplan - nicht als Kontrolle und stete Beschränkung, sondern damit Freiheit im Umgang mit Geld erwächst. Praktisch sind vier Schritte zu gehen:
Der erste Schritt besteht darin, über drei Monate alle Ausgaben aufzuzeichnen. Sobald Sie Ihre Geldbörse öffnen, heißt es „Geld raus, Quittung rein“ für Buchführung in einer Excel-Datei oder in einem Haushaltsbuch. Erfasst werden auch die Abbuchungen vom Konto. Dabei vereinfachen Cluster die tägliche Eintragung, z.B. Sparen & Investieren, Essen, Wohnen, Kleidung, Transportkosten, Ausbildung, Gesundheit, Geschenke, Steuern & Sozialabgaben, Verschiedenes.
Im zweiten Schritt werden konsequent alle Einnahmen erfasst.
Schritt drei enthält die Wunschliste aller Familienmitglieder. Es werden materielle Wünsche festgehalten sowie Geschenke, mit denen Sie andere erfreuen wollen. Aus den geschätzten Preisen aller Wünsche für ein Jahr errechnen Sie einen monatlichen Durchschnittsbetrag und fügen diesen der Ausgabenliste zu.
Nach drei Monaten sind auf diese Weise genügend Informationen zusammengekommen, um im vierten Schritt den Kreis um Ihre Finanzen zu schließen und einen Haushaltsplan zu erstellen. Aus der Gesamtsumme aller Ausgaben errechnen Sie einen Monatsdurchschnitt und erhalten so einen konkreten Anhaltspunkt für Ihr Budget. Einzelne Posten darin sind feste Verpflichtungen, wie z.B. Hypothekenzahlungen, Versicherungen, Miete, Abzahlungen für Kredite. Manche Posten aber, wie Bedürfnisse und Wünsche, sind variabel und bieten das Potenzial zu Einsparungen.
Sie werden feststellen, dass Sie mit Ihrem Vorsatz, den Kreis zu schließen, bei sich und anderen auf regelrechte Festungen stoßen: Furcht, Schuld, Scham und viele andere unaufgearbeitete Emotionen aus der Vergangenheit im Umgang mit Geld werden versuchen, Ihr Ansinnen zu boykottieren. Geduld, Feingefühl und Beharrlichkeit sind von Nöten, wenn Sie trotz allem Ihren Haushalt in Ordnung bringen. Am Ende steht Überfluss in Ihrem Leben, von dem neben Ihnen auch Projekte und Menschen profitieren, die Ihre Unterstützung verdienen.
Mehr dazu gibt es hier: http://www.naa.de/persoenlichkeitsentwicklung.seminar