Heilende Schritte zur eigenen Identität
Sind wir gezwungen in unserem Heranwachsen zentrale Bedürfnisse abzuspalten, werden uns diese Teile fremd. Projektion zeigt uns im Anderen diese Anteile auf, dort kritisieren und bekämpfen wir sie dann. Jene eigenen, inneren Kräfte die uns fremd geworden sind, erleben wir, wenn ein Mitmensch in seinem Ausdruck uns an diese abgespaltenen Anteile erinnert, als Provokation. Diese Provokation müssen wir dann entschieden entgegen treten. Hier liegen die Wurzeln für Hass, Intoleranz und Gewalt. Von außen gesteuert, abhängig vom Besitz materieller Dinge, mich über Rollen zu definieren, das sind die Fesseln der modernen Zeit.
Identität – Was ist das?
Der Prozess der Entwicklung einer eigenen Identität ist ein lebenslanger. Er beginnt mit unserer Geburt und endet mit unserem Hinübergehen. Eine grundlegende Einführung in die Begriffe steht am Beginn des Seminars.
Anpassung oder Autonomie
Diese Frage stellt sich vom ersten Tag an. Das ganze Thema Erziehung dreht sich um diese Fragestellung. Sei es das Trotzalter, wo Eltern die Autonomiebestrebungen des Kindes begrenzen – dagegen wehrt sich das Kind - oder in der Pubertät, wo Eltern beginnen schwierig zu werden ;-) Wer bin ich? Bin ich wie der oder bin ich wie die, … oder doch ganz anders, … sind hier die zentralen Fragestellungen. Ob im Berufsleben, in der Partnerschaft, … im Seminar werden wir dieser Frage großen Raum geben.
Der/Das Fremde in uns
Die Dynamik der Abspaltung
Sind wir gezwungen in unserem Heranwachsen zentrale Bedürfnisse abzuspalten, werden uns diese Teile fremd. Projektion zeigt uns im Anderen diese Anteile auf – dort kritisieren und bekämpfen wir sie dann. Jene eigenen, inneren Kräfte, die uns fremd geworden sind, erleben wir, wenn ein Mitmensch in seinem Ausdruck uns an diese abgespaltenen Anteile erinnert, als Provokation. Dieser Provokation müssen wir dann entschieden entgegen treten. Hier liegen die Wurzeln für Hass, Intoleranz und Gewalt.
Gehorsam bereitet den Nährboden für Hass, Selbsthass und Gewalt
Diese Abspaltung wird durch Gehorsam hervorgerufen bzw. aufrecht erhalten. Gehorsam als zentraler Wert in der Erziehung, ist verantwortlich dafür, dass das Eigene zum Fremden wird.
- Ablehnung und Strafe
- Gehorsam untermauert Macht
- Vom Fremdbild zum Selbstbild
- Vom Opfer zum Täter
Identifikation versus Identität
Die zunehmende Forderung von Organisationen, von Firmen, dass sich Mitarbeiter bzw. Konsumenten mit ihnen bzw. ihren Produkten identifizieren sollen, fördert diesen Prozess der Entfremdung. Durch diesen Prozess trennen wir uns auch ab von der Fähigkeit des Mitgefühls.
Geliehene Identität
Wenn Identität auf der Identifikation mit Autorität basiert, bringt Freiheit Angst. Dass jemand authentisch und gesammelt sein Leben gestaltet, wird dann zur persönlichen Bedrohung. Viele Trainings und PE-Konzepte gehen von Identifikationen aus. Leistung, Rolle, Typ, erwünschtes Verhalten, das alles entfremdet uns von uns selber.
- Person und Persona (C.G. Jung)
- Schwäche als Gradmesser der Ehrlichkeit gegenüber sich selbst
- Von der Rolle sein
- Wachstum versus Sicherheit
- Leerheit der Erwachsenen
Du bist auch nicht mehr das, was du mal warst. (Raupe zum Schmetterling)
Identität in Zeiten der Macht
Alle Machtsysteme, seien es politische, religiöse, wirtschaftliche oder diktatorische haben kein Interesse an gereiften Identitäten. Hier wird uns unter “Persönlichkeitsentwicklung“ ein System der Identifikation, der Übernahme fremder Überzeugungen, angeboten. Die Identifikation mit dem Aggressor.
Die Identifikation mit dem Aggressor
Um die Liebe der Eltern nicht zu verlieren, verzichtet das Kind auf die Entwicklung und Entfaltung der eigenen Impulse. Das Kind lernt die eigenen Gefühle abzulehnen und schlägt sich auf die Seite des Erwachsenen. Hier finden wir auch die Reinheit und Wahrheit einer Lehre oder die Bedingungen für die Zugehörigkeit zu einer Gruppe.
Stimuli versus Innere Lebendigkeit
Heute sind wir mehr denn je Außenreizen ausgesetzt, die es schwer machen bei uns zu bleiben. Werbung, elektronische Medien, Computerspiele , .. lassen in uns ein Bild der Welt entstehen, auf das wir nur zu reagieren brauchen/sollten. Innere Lebendigkeit und der daraus folgende Ausdruck steht diesen externen Reizen diametral gegenüber. Da entsteht etwas aus mir heraus.
Stille, Reizarmut, Selbstverantwortung und eigenes Handeln sind Räume, die uns wie ein Spiegel den Reifegrad unserer Identität aufzeigen. Dieser inneren Lebendigkeit wieder nachspüren, sie hervorlocken, ihr Raum geben, ... das Seminar ist dafür da.
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