Ärztekongress einmal anders
Unternehmenstheater veranschaulicht Wirkung von Medikamenten
Dem medizinischen Fortschritt sei Dank: durch intensive Forschung können viele schwere Krankheiten geheilt oder zumindest gelindert werden. Pharma- und Biotechnologie-Unternehmen tragen ihren Teil dazu bei, jährlich landen über 30 Arzneimittel mit neuen Wirkstoffen auf den Tischen der Ärzte. Um den Durchblick im Medikamenten-Dschungel zu bewahren, bedarf es ausführlicher Information durch den Hersteller, bevor ein neues Präparat auf den Markt kommt. Im Mittelpunkt von Informationsveranstaltungen zu neuen Wirkstoffen stehen daher auch Ursachen und Symptome der betreffenden Krankheit, die Fachvorträge reihen sich nahtlos aneinander. Da ist hohe Konzentration der Teilnehmer gefragt, denn sie müssen schließlich die Zusammenhänge verstehen, um ihre Patienten umfassend beraten und optimal behandeln zu können.
Inszenierung von medizinischen Zusammenhängen
Das Biotechnologie-Unternehmen Amgen veranstaltet jährlich das "NephroForum", um Fachärzte ausführlich zu schulen. Zur Einführung eines neuen Präparates für nierenkranke Patienten griff es dabei in diesem Jahr zu ungewöhnlichen Maßnahmen: die zentralen Features sollten zum Abschluss nachdrücklich bei den Teilnehmern verankert werden. So entpuppte sich der abschließende Programmpunkt "Zusammenfassung" zur Überraschung der etwa 180 Fachärzte als Theateraufführung.
Das Unternehmenstheater THEATER-INTERAKTIV zeigte zunächst mit einem extra für Amgen inszenierten Theaterstück, welche Auswirkungen ein bestimmtes Krankheitsbild auf die Niere und andere Organe hat. Personifizierte Organe demonstrierten überspitzt ihre Leiden und Abhängigkeiten untereinander. THEATER-INTERAKTIV wagte sich mit der Inszenierung an ein sehr komplexes und mit Fachbegriffen angereichertes Gebiet, meisterte diese Herausforderung nach intensiver Auseinandersetzung mit den Zusammenhängen jedoch sehr professionell. Das bestätigten auch die durchweg positiven Reaktionen der Fachteilnehmer: "Die Schauspieler haben die medizinischen Abläufe kompetent, spannend und humorvoll wiedergegeben. Durch die anschauliche Inszenierung sind die Prozesse im Körper sogar für Nicht-Mediziner einfach nachvollziehbar. So würde ich meinen Patienten auch gerne einmal die Ursachen ihrer Beschwerden demonstrieren", lautete der Kommentar einer Internistin zur Inszenierung.
SpiegelTheater als Abschluss der Tagung
Im Anschluss an das inszenierte Stück brachten drei weitere Schauspieler von THEATER-INTERAKTIV pointiert ihre Beobachtungen und Eindrücke der zwei Veranstaltungstage auf die Bühne, von der Ankunft im Hotel über beliebte Aussprüche der Referenten bis hin zu Kommentaren der Teilnehmer in den Pausen. Das SpiegelTheater sollte einen themenbezogenen und witzigen Abschluss darstellen, bei dem sich Referenten und Teilnehmer wiedererkennen konnten, ohne dass ihnen zu nahe getreten wurde. Wie schon bei der Inszenierung wurde auch bei diesem improvisierten Teil sehr deutlich, dass sich THEATER-INTERAKTIV gründlich auf die fachlichen Themen der Tagung vorbereitet hatte, medizinisches Vokabular stellte kein Hindernis dar und wurde ohne Probleme kreativ in die Szenen auf der Bühne integriert.